Stevia - der Süßstoff für zukünftige Generationen

Was ist Stevia?
Stevia ist eine der gesundheitsfördernsten Pflanzen der Welt. Was ganze Stevia-Blätter im Körper und auf der Haut bewirken können ist unglaublich. Diese kleine, grüne, blättrige Pflanze stammt aus Paraguay und hat einen köstlichen und erfrischenden Geschmack, der 30-mal süßer als Zucker sein kann. In verschiedenen Studien wurde festgestellt, dass das Blatt, neben den intensiv süßen Glykosiden (Stevioside, Rebaudioside und ein Dulcosid), auch Proteine, Ballaststoffe, Kohlenhydrate, Eisen, Phosphor, Kalzium, Kalium, Natrium, Magnesium, Zink, Rutin (ein Flavonoid), echtes Vitamin A, Vitamin C und ein Öl, welches aus 53 weitere Bestandteilen besteht, enthält. Hochqualitative Stevia-Blätter und Konzentrate aus ganzen Blättern sind nährstoffreiche, natürliche Nahrungsergänzungsmittel, die verschiedene gesundheitliche Vorteile liefern.

Stevia als Süßstoff
Stevia ist der Süßstoff der Zukunft. Da der menschliche Körper die süßen Glykoside aus dem Blättern oder einer der verarbeiteten Formen nicht verstoffwechselt (sie laufen direkt durch die normalen Ausscheidungskanäle), nimmt der Körper durch Stevia keine Kalorien auf. Weiterverarbeitete Formen von reinem Stevia können 70-400-mal süßer als Zucker sein. Unabhängig davon, ob diese Produkte Stevia, Steviosid, Rebaudiosid, Stevia-Extrakt oder Stevia-Konzentrat heißen: wenn sie in reiner und unverfälschter Form vorhanden sind, beeinflussen sie den Blutzuckerspiegel nicht negativ und können problemlos von Diabetikern und Menschen, die unter Unterzuckerung leiden, eingenommen werden. Für Menschen, die unter Problemen mit dem Blutzucker, dem Blutdruck oder dem Gewicht leiden, ist Stevia der idealste Süßstoff.

In allen seinen aktuellen Formen hat Stevia einen einzigartigen Geschmack. Neben der Süße enthält es auch eine bittere Komponente. Je schlechter die Qualität des Blatts, desto bitterer ist der Geschmack. In guten Produkten verschwinden der bittere Geschmack, sowie der leicht lakritzartige Geschmack von Produkten aus ganzen Blättern, sofern diese für den Konsum richtig aufgelöst werden. Im Gegensatz zu künstlichen Süßstoffen, werden die süßen Glykoside nicht durch Hitze gespaltet, was Stevia zu einem fantastischen Süßstoff für das Kochen und Backen macht.

Stevia als Nahrungsergänzungsmittel
Die große Mehrheit der gesundheitlichen Vorteile, die von Forschungslaboren und von Konsumenten gemeldet werden, basieren auf der täglichen Einnahme eines Stevia-Konzentrats aus ganzen Blättern auf Wasserbasis. Wissenschaftliche Forschung hat gezeigt, dass Stevia den Blutzuckerspiegel effektiv reguliert und ihn in ein normales Gleichgewicht bringt. Es wird in südamerikanischen Ländern als Hilfe für Menschen mit Diabetes und Unterzucker verkauft. Seit seiner Einführung in den USA haben zahlreiche Menschen berichtet, dass die Einnahme von 20-30 Tropfen bei jeder Mahlzeit ihren Blutzuckerspiegel innerhalb eines kurzen Zeitraums normalisierte oder fast normalisierte.

Natürlich sind die gesundheitlichen Probleme jedes Menschen verschieden und ein solches Experiment sollte unter der Aufsicht eines qualifizierten Arztes durchgeführt werden. Ein wichtiger Vorteil für Menschen, die unter Unterzucker leiden, sind die kräftigenden Eigenschaften von Stevia, welche die Energieniveaus und die mentale Schärfe verbessern.

Studien haben auch gezeigt, dass Stevia dazu tendiert, erhöhten Blutdruck zu senken, einen normalen Blutdruck scheint es allerdings nicht zu beeinflussen. Es hemmt auch das Wachstum und die Reproduktion einiger Bakterien und anderer infektiöser Organismen, inklusive der Bakterien, die Karies und Zahnerkrankungen hervorrufen. So kann erklärt werden, warum Anwender von Produkten, die mit Stevia angereichert sind, eine geringere Häufigkeit von Erkältungen und Grippe vermelden, und warum es so außergewöhnliche Qualitäten aufweist, wenn es als Mundwasser verwendet oder zu Zahnpasta hinzugefügt wird. Viele Menschen melden eine signifikante Verbesserung der Mundgesundheit, nachdem sie ihrer Zahnpasta Stevia hinzugefügt und es, in Wasser aufgelöst, als tägliches Mundwasser verwendet haben.

Stevia - die Hilfe zum Abnehmen
Stevia ist eine außergewöhnliche Hilfe beim Gewichtsverlust und der Gewichtskontrolle, da es keine Kalorien enthält und die Lust auf Süßigkeiten und fettige Lebensmittel reduziert. Das Hungergefühl wird reduziert, wenn 10 oder 15 Tropfen 20 Minuten vor den Mahlzeiten eingenommen werden. Vorläufige Forschungsdaten deuten an, dass Stevia den Hungermechanismus bei Menschen zurücksetzen könnte, bei welchen die Verbindung zwischen dem Hypothalamus und dem Magen gestört ist. Falls dies der Fall ist, würde Stevia Menschen dabei helfen, sich früher satt zu fühlen, und dadurch weniger zu essen.

Weitere Gründe, Stevia in die tägliche Ernährung zu inkludieren, ist eine verbesserte Verdauung und Magen-Darm-Funktion. Außerdem führt es bei manchen zur Beruhigung des Magens und leichte Krankheiten werden schneller überwunden. Verwender haben auch berichtet, dass der Genuss von Stevia-Tee oder mit Stevia angereichertem Tee dabei half, das Verlangen nach Tabak und alkoholischen Getränken zu reduzieren.

Steviakonzentrat-Tabletten stehen all jenen zur Verfügung, die die medizinischen Vorteile eines Stevia-Konzentrats in einfach zu schluckender Tablettenform in Anspruch nehmen möchten.

Das Stevia-Blatt
Die Qualität der Stevia-Blätter variiert stark aufgrund von vielen Umweltfaktoren, wie Boden, Bewässerungsmethoden, Sonnenlicht, Reinheit der Luft, Sauberkeit, Anbaumethoden, Verarbeitung und Lagerung. Es gibt auch mehrere Arten von Stevia mit verschiedenem Steviosid/Rebaudiose-Gehalt. Verunreinigungen durch Bakterien und Pilze sind ein ernstes Problem, die ursprüngliche Herkunft des Stevia sollte daher genau kontrolliert werden. Chinesische Stevia-Blätter sind von geringer Qualität und enthalten nur 5-6% süße Stevioside/Rebaudioside, während paraguyanische Blätter 9-13% enthalten. Das Aroma, der Geschmack, das Aussehen und die Süße von Stevia sollten verglichen werden.

Blätter sind in Teebeuteln erhältlich (zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels nur bei Wisdom of the Ancients) und liefern einen köstlichen Tee. Die Teebeutel können in jedes gewünschte Getränk gegeben werden, außerdem kann leckere Limonade hergestellt werden. Die süßen Glykoside werden in heißer Flüssigkeit schneller freigegeben als in kühlen Flüssigkeiten. Sie sollten also den Teebeutel einige Minuten lang in eine kleine Menge heißes Wasser legen und dann das gesüßte Wasser zum Getränk hinzufügen. Ein leichter Stevia-Tee beruhigt einen verstimmten Magen auf hervorragende Weise. Nach der Verwendung können Sie die Stevia-Teebeutel einige Minuten lang auf ihre Augen legen (ähnlich wie Gurkenscheiben), um Ihre Haut effektiv zu straffen und Falten zu glätten.

Gemahlenes Stevia wirkt fantastisch, wenn es leicht über gekochtes Gemüse, Fleisch, Müsli oder Salate gestreut wird. Neben seinem eigenen süßen Geschmack verbessert es den Geschmack und den Nährwert des Essens stark. Gemahlenes Stevia kann beim Kochen und Backen auf vielfältige Weise verwendet werden.

Steviosid
Raffinierte Stevioside & Rebaudioside sind die süßeste Form von Stevia und können in Form eines semi-weißen Pulvers (das normalerweise als Extrakt bezeichnet wird) oder einer klaren Flüssigkeit, die hergestellt wird, indem das Pulver in Wasser und einem Konservierungsstoff aufgelöst wird, erworben werden. Das Pulver kann direkt zu Lebensmitteln und Getränken hinzugefügt werden - allerdings in sehr kleinen Mengen. Die Flüssigkeit wird tröpfchenweise verwendet.

Steviosid macht über 50% des kommerziellen Süßstoffmarktes in Japan aus, welches 90% des Weltangebots an Stevia-Blättern konsumiert. Die Reinheit des raffinierten chinesischen Steviosid-Produktes beträgt nur 80-91% und einige Proben wiesen erhöhte Mengen an Krankheitserregern auf. Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels gibt es keine paraguyanische Steviosid-Produktion. Wisdom of the Ancients wird im Herbst 1997 ein Produkt mit einem Steviosid/Rebaudiosid-Gehalt von 98% auf den Markt bringen.

Obwohl Steviosid ein begehrenswerter Süßstoff ist, weist es nicht die außergewöhnlichen gesundheitlichen Vorteile von Stevia-Blättern oder von Produkten, die aus Stevia-Konzentrat aus ganzen Blättern hergestellt wurden auf.

Stevia als außergewöhnliches Hautpflegemittel
Wasserbasierte Stevia-Konzentrate aus ganzen Blättern liefern mehrere außergewöhnliche Vorteile, wenn diese regelmäßig zur Hautpflege verwendet werden. Als Gesichtsmaske angewandt, machen sie die Haut effektiv weicher und straffer, glätten Falten und helfen, verschiedene Hautunreinheiten, wie Akne, zu beseitigen. Sie müssen dafür die dunkle Flüssigkeit einfach auf das Gesicht auftragen und sie mindestens 30-60 Minuten lang trocknen lassen. Wenn die Gesichtsmaske trocknet, werden Sie spüren, wie sich Ihre Haut strafft. Ein Tropfen Konzentrat kann direkt auf eine Hautunreinheit, Akne, Herpes oder wunde Stelle im Mund aufgetragen werden. Personen berichten auch von Erfolgen durch die Anwendung von Stevia bei einer Vielzahl von Hautproblemen. Stevia-Konzentrat wird auch effektiv gegen Seborrhö, Dermatitis und Ekzeme eingesetzt. Berichte deuten an, dass einige Tropfen Konzentrat auf Schnitten und Kratzern dazu führen, dass die Wunde schneller ohne Narbenbildung heilt. Das Mittel brennt 30-40 Sekunden lang und reduziert dann die Schmerzen sehr stark. Das Konzentrat kann ganz einfach mit Seife und warmem Wasser abgewaschen werden.

In paraguyanischen Experimenten wurde das Stevia-Konzentrat zu einer einzigartigen, natürlichen Kräuterseife hinzugefügt, welche aus essbaren Ölen besteht, die aus Samen und Blättern einheimischer Bäume des paraguyanischen Regenwaldes gewonnen werden. In den USA wird diese Seife unter dem Namen „Cream of Coco Hair & Body Shampoo“ vermarket und vermischt sich sehr gut mit dem Konzentrat. Indem diese beiden natürlichen Produkte gemeinsam verwendet werden, verzögern sie den Prozess des Ergrauens und erhalten die natürliche Haarfarbe, eliminieren Schuppen und verschiedene Probleme der Kopfhaut und verbessern die Gesundheit und den Glanz der Haare. Viele Amerikaner fügen das Konzentrat heute dieser natürlichen Seife oder ihrem normalen Shampoo hinzu und berichten von exzellenten Resultaten. Die meisten Menschen waschen sich zuerst die Haare und fügen das Stevia-Konzentrat erst beim zweiten Einshampoonieren hinzu, wobei sie es einige Minuten lang einwirken lassen, bevor es ausgespült wird.

Die Sicherheit von Stevia
Es gab nie Beschwerden, dass Stevia, in einer seiner essbaren Formen, zu schädlichen Nebenwirkungen führte - und das, obwohl es in Paraguay seit 1.500 Jahren und in Japan seit rund 20 Jahren angewandt wird. Wissenschaftler, die Stevia untersucht haben, geben an, dass es sicher für den menschlichen Verzehr ist.

Nach ausgedehnter Forschung berichtete Dr. Daniel Mowrey:
„Weitere ausführliche Sicherheitstest wurden von den Japanern während ihrer Beurteilung von Stevia als möglicher Süßstoff durchgeführt. Wenige Substanzen haben bei Toxizitätstests so konsistente negative Resultate geliefert wie Stevia. Stevia-Extrakt [Konzentrat] oder Steviosid wurde praktisch jedem vorstellbaren Toxizitätstest unterzogen. Die Resultate waren immer negativ. Es gab keine Unregelmäßigkeiten betreffend die Gewichtsveränderung, die Nahrungsaufnahme, die Charakteristika von Zellen oder Membranen, die Verwendung von Enzymen und Substraten oder die Charakteristika von Chromosomen. Kein Krebs, keine Geburtsschäden, keine aktiven und keine chronischen negativen Auswirkungen. Nichts.“

Diese kurze Zusammenfassung der Stevia-Pflanze und ihrer weltweiten Anwendung, stellt auf keine Weise eine Befürwortung solcher Anwendungen dar. Zu diesem Zeitpunkt genehmigt die FDA den Import, die Etikettierung und den Verkauf von Stevia für seine genehmigten Anwendungen als Nahrungsergänzungsmittel und bei der Hautpflege. Die enthaltenen Informationen werden ausschließlich zu informativen Zwecken bereitgestellt. Medizinische Ratschläge sind weder enthalten noch beabsichtigt. Bitte konsultieren Sie Ihren Arzt, um medizinische Beratung zu erhalten.

Abnehmen mit Stevia

Anwender von Stevia bestehen seit langem darauf, dass die Blätter (die normalerweise gemahlen und in Form von Teebeuteln verwendet werden) und das Konzentrat ihren Appetit und ihre Lust auf Süßes und fettige Speisen reduzieren und daher eine sehr effektive Hilfe für den Gewichtsverlust sind.
Derzeit durchgeführte Forschung deutet darauf hin, dass natürliches Stevia übergewichtigen Menschen helfen könnte. Es wird angenommen, dass bei übergewichtigen Menschen ein Defekt zwischen dem Magen und dem Hypothalamus besteht, wodurch das Hungergefühl nicht „abgestellt“ wird, obwohl die Person bereits satt ist. Anfängliche Forschung scheint zu bestätigen, dass Stevia diesen Defekt korrigieren kann und den Hungermechanismus zurücksetzt, wodurch das Hungergefühl „abgestellt“ wird, sobald die Sättigung eingetreten ist.

Falls sich das als korrekt erweisen sollte, könnte Stevia eine der wichtigsten Hilfen bei der Gewichtskontrolle sein, die jemals entdeckt wurde. Man könnte einfach Stevia-Blätter, im Ganzen oder pulverisiert, das natürliche dunkle Konzentrat oder die Tabletten in die tägliche Ernährung integrieren. Das Konzentrat und die Blätter, entweder im Ganzen oder zu einem Pulver gemahlen, eignen sich hervorragend zum Kochen und Backen.

Die neuen Steviakonzentrat-Tabletten sollen als echtes Nahrungsergänzungsmittel dienen. Jede Tablette entspricht 30 Tropfen des wasserbasierten Stevia-Konzentrats und sollte mit Wasser eingenommen werden.

Menschen, die Stevia-Konzentrat einnehmen, um ihren Blutzuckerspiegel zu regulieren, haben berichtet, dass 30 Tropfen Stevia-Konzentrat, die zwei oder dreimal pro Tag eingenommen werden, dabei helfen, ihre Beschwerden unter Kontrolle zu halten. Einige Ärzte empfehlen sechsmal pro Tag 6-8 Tropfen.

Menschen, die ihr Gewicht, den Blutzucker oder den Blutdruck kontrollieren oder einfach die Bauchspeicheldrüse pflegen möchten, sowie alle, die ihre Lust auf Süßes und Fett reduzieren möchten, sind begeistert von den neuen Tabletten. Obwohl die Tabletten sehr praktisch sind, sollten Menschen, die Stevia zur Heilung von Hautproblemen anwenden möchten, entweder das flüssige Konzentrat oder beide Formen, von denen jede ihre spezifischen Vorteile birgt, anwenden. Einige Experten vermuten, dass Stevia dazu bestimmt ist, eine der wichtigsten Entdeckungen des Jahrhunderts im Bereich der Ernährung zu werden.

In unserer schnelllebigen Gesellschaft sind viele Menschen nicht bereit, sich die Zeit zu nehmen, diese bemerkenswerten gesundheitsfördernden Stärkungsmittel herzustellen und zu trinken, egal wie effektiv sie sind. Die neuen konzentrierten, stärkenden Tee-Tabletten bieten natürliche heilende und energiesteigernde Vorteile für Menschen, die einfach nicht die Zeit haben, effektive, stärkende Tees herzustellen und zu trinken oder das Konzentrat in anderen Nahrungsmitteln und Getränken zu verwenden.


Stevia und Diabetes

Bleiben Sie auf Stevia-Art gesund (Diabetiker, Gewichtsverlust, Kinder)
Wir haben alle Heißhunger auf Süßes und stillen diesen Heißhunger oft mit zucker- oder fetthaltigen Lebensmitteln. Sogar „natürliche“ Zuckerersatzstoffe, wie Honig, Ahornsirup oder Molasse können ungesund sein, wenn sie in großen Mengen konsumiert werden, da diese den Blutzuckerspiegel stark ansteigen lassen können. Stevia kann daher für praktisch jeden von Vorteil sein, dessen Ernährung Süßstoffe enthält. Obwohl Stevia jedem helfen kann, gibt es bestimmte Gruppen, die stärker von seinem bemerkenswerten süßenden Potential profitieren. Diese inkludieren Diabetiker, alle, die daran interessiert sind, ihre Kalorienzufuhr zu reduzieren, und Kinder.

Ein Glücksfall für Diabetiker
Die Verfügbarkeit von künstlichen Süßstoffen war von enormem Vorteil für Diabetiker. Allerdings gab es immer Bedenken, dass ein übermäßiger Konsum dieser synthetischen Süßstoffe dem Körper auf unbekannte Weise schaden könnte. Könnte der Ersatzstoff Stevia eine gute Alternative für Diabetiker sein? Wir glauben das. Stevia-Blätter wurden in Form von Kräutertees von Diabetikern in asiatischen Ländern verwendet. Es konnten bei diesen Patienten nach mehreren Jahren des kontinuierlichen Konsums keine Nebenwirkungen festgestellt werden (Suttajit, 1993). Außerdem haben Studien gezeigt, dass Stevia-Extrakt den Blutzuckerspiegel verbessern kann (Alvarez, 1981, Curi, 1986).

Im Jahr 1986 haben brasilianische Forscher der Universitäten von Maringa und Sao Paolo den Einfluss von Stevia auf den Blutzuckerspiegel bewertet (Curi, 1986). Sechzehn gesunde Freiwillige erhielten drei Tage lang alle sechs Stunden exakt 5 Gramm Stevia-Blätter. Die Extrakte der Blätter wurden vorbereitet, indem diese 20 Minuten lang in kochendes Wasser getaucht wurden. Ein Glukosetoleranztest (GTT) wurde vor und nach der Einnahme des Extrakts durchgeführt und die Resultate wurden mit jenen einer anderen Gruppe verglichen, die kein Stevia-Extrakt einnahm. Während eines GTT erhalten die Patienten ein Glas Wasser mit Glukose, danach wird ihr Blutzuckerspiegel über die nächsten Stunden gemessen. Bei allen, die eine Veranlagung für Diabetes haben, ist ein starker Anstieg des Blutzuckerspiegels zu beobachten. Die Freiwilligen, die Stevia einnahmen, hatten nach dem Konsum von Stevia einen viel niedrigeren Blutzuckerspiegel. Das ist ein positives Zeichen, dass Stevia potentiell nützlich für Diabetiker kann, welche Stevia zu sich nehmen, um ihren Zuckerkonsum zu reduzieren. Auch wenn Stevia selbst ihren Blutzuckerspiegel nicht senken kann ist allein die Tatsache, dass ein Diabetiker weniger Zucker konsumiert, sehr wichtig für den Erhalt eines besseren Blutzuckerspiegels.

Falls Sie Diabetiker sind, besteht die Chance, dass Sie eine große Menge an künstlichen Süßstoffen konsumieren und dass Sie sich Sorgen über einen Wechsel zu Stevia machen, da dieses Kraut noch nicht in langfristigen Studien an Menschen untersucht wurde. Sie könnten es auch gewohnt sein, künstliche Süßstoffe zu verwenden und möchten deren Konsum vielleicht nicht komplett aufgeben. Eine Möglichkeit ist, immer geringere Mengen dieser Süßstoffe zu verwenden, während Sie diese nach und nach durch Stevia ersetzen. Sie können zum Beispiel am Anfang Stevia in einigen Ihrer Getränke, wie Kaffee oder Tee, verwenden. Nach einigen Wochen, wenn Sie Stevia mehr vertrauen, können Sie schrittweise mehr Kräuterextrakt verwenden. In den nächsten Wochen und Monaten können Sie entweder komplett auf Stevia umsteigen oder Sie können es weiterhin in Kombination mit künstlichen Süßstoffen verwenden. Mit der Zeit werden weitere Studien über die Sicherheit von Stevia und künstlichen Süßstoffen verfügbar sein. Basierend auf den Resultaten dieser Studien können Sie feststellen, welche davon Sie in größeren Mengen verwenden möchten.

Es ist außerdem möglich, dass künstliche Süßstoffe in kleinen Mengen sicher sind, doch dass Probleme auftreten könnten, wenn diese in größeren Mengen konsumiert werden. Indem Sie diese teilweise oder zum Großteil durch Stevia ersetzen, können Sie potentielle Risiken reduzieren.

Stevia und Gewichtsverlust
Es scheint ziemlich offensichtlich, dass der Konsum eines Süßstoffes ohne Kalorien anstatt Zucker dabei hilft, die Kalorienzufuhr zu reduzieren und daher Gewicht zu verlieren. Das ist der Fall bei Aspartam. Forscher am Center for the Study of Nutrition Medicine, Beth Israel Deaconess Medical Center an der Harvard Medical School in Boston, Massachusetts, haben den Einfluss von Aspartam auf Fettleibigkeit studiert (Blackburn, 1997). Einhundertdreiundsechzig Frauen wurde nach dem Zufallsprinzip aufgetragen, 16 Wochen entweder Nahrungsmittel und Getränke zu konsumieren, die mit Aspartam gesüßt wurden, oder diese zu meiden. Beide Gruppen nahmen außerdem aktiv an einem Programm zur Gewichtskontrolle teil, welches verschiedene Modalitäten verwendete. Am Ende der 16 Wochen verloren beide Gruppen, also jene, die Aspartam konsumierte, und jene, die den synthetischen Süßstoff nicht zu sich nahm, 10 Kilogramm. Während der Erhaltungsphase, welche die nächsten zwei Jahre andauerte, nahmen Frauen, die zur Aspartam-Gruppe gehörten, 4,5 Kilogramm zu, während jene, die kein Aspartam konsumierten, 9,4 Kilogramm zunahmen - praktisch das ganze Gewicht, das sie zuvor verloren hatten. Die Forscher geben an: „Diese Daten zeigen, dass die Teilnahme an einem interdisziplinären Programm zur Gewichtskontrolle, welches Aspartam inkludiert, die langfristige Erhaltung des reduzierten Körpergewichts erleichtern kann.“

Leider wurden keine formellen Studien durchgeführt, welche den Konsum von Stevia in Bezug auf den Gewichtsverlust beurteilen. Wir vermuten allerdings, dass die Resultate jenen der oben stehend besprochenen Aspartam-Studie ähneln würden. Falls Sie die Art von Person sind, die Zucker in ihren Morgenkaffee oder -tee, oder Eistee, Limonade und eine Vielzahl von Desserts und Gebäck mischt, könnte die Eliminierung dieser Kalorien aus raffiniertem Zucker mit der Zeit einen signifikanten Unterschied machen.

Stevia und Karies

Sogar ein fünf Jahre altes Kind weiß, dass Zucker zu Karies führt. Es gibt bestimmte Bakterien in unserem Mund, besonders Streptococcus Mutans, die verschiedene Zucker fermentieren, um Säuren zu produzieren. Diese fressen sich wiederum durch den Zahnschmelz und führen zu Löchern oder Karies. Forscher haben lange gesucht, um alternative Süßstoffe zu finden, die nicht von Bakterien fermentiert werden können, und daher keine Karies hervorrufen. Künstliche Süßstoffe waren dies betreffend hilfreich.

Führt die Einnahme von Stevia zu Karies? 
Eine Studie an Ratten hat gezeigt, dass dem nicht so ist. Steviosid und Rebaudiosid A, die beiden primären Bestandteile der Stevia-Pflanze, wurden an einer Gruppe von sechzig Rattenjungen (Das, 1992) auf die folgende Weise getestet:

Gruppe 1: die Ernährung bestand zu 30 Prozent aus Sucrose (Rohrzucker).
Gruppe 2: die Ernährung bestand zu 0,5 Prozent aus Steviosid.
Gruppe 3: die Ernährung bestand zu 0,5 Prozent aus Rebaudiosid A
Gruppe 4: erhielt keine Zuckerarten.

Nach 5 Wochen wurden die Zähne aller vier Gruppen untersucht. Es gab keine Unterscheide bei der Nahrungs- und Wasseraufnahme und der Gewichtszunahme der vier Gruppen. Die erste Gruppe wies allerdings wesentlich mehr Karies auf als die anderen Gruppen. Die Gruppen 2, 3 und 4 waren gleich. Die Forscher geben an: „Es wurde gefolgert, dass unter den Bedingungen der Studie weder Steviosid noch Rebaudiosid A kariogen sind [Karies hervorrufen].“ Es scheint, dass die Chemikalien in der Stevia-Pflanze, die diese süß machen, nicht fermentierbar sind und daher keine Karies erzeugen.

Anwendung bei Kindern
Bonbons, Softdrinks, Eiscreme, Kuchen, Torten… es ist beunruhigend wie viele süße Produkte Kinder jeden Tag zu sich nehmen. Dieser ganze Zucker kann sowohl zu Karies als auch zu Fettleibigkeit führen. Wir glauben, dass eine teilweise Substitution durch Stevia Kindern helfen kann, ihre Lust auf Süßigkeiten zu stillen, während die Risiken einer überhöhten Zuckerzufuhr reduziert werden.

Falls Sie ein Elternteil sind, können Sie die Vielzahl der Rezepte in der zweiten Hälfte dieses Buches nutzen, um Ihren Kindern schmackhafte Süßigkeiten zuzubereiten, welche ihre Lust auf Süßes stillen, aber den Zähnen nicht schaden. Fettleibigkeit bei Kindern ist ein wachsendes Problem in diesem Land und jede Methode, durch die Kinder ihre Kalorienzufuhr reduzieren können, wird hilfreich sein.

Wir sind auch besorgt, dass Kinder exzessive Menge an künstlichen Süßstoffen konsumieren. Die potentiellen, langfristigen, gesundheitlichen Konsequenzen von Saccharin und Aspartam sind im Moment noch nicht zur Gänze bekannt, sie müssen allerdings im Hinterkopf behalten werden. Alle künstlichen Süßstoffe zu eliminieren kann frustrierend sein, da diese in extrem vielen Produkten enthalten sind. Indem Sie allerdings teilweise Stevia in hausgemachten Desserts anbieten, können Sie den Konsum dieser künstlichen Chemikalien Ihres Kindes stark reduzieren.

Mit der Zeit kann Stevia hoffentlich einer Vielzahl von Softdrinks, Bonbons, Kaugummis und anderen Lebensmitteln in den USA hinzugefügt werden, wie dies aktuell in Japan und anderen Ländern der Fall ist.

Stevia und Blutdruck

Im Jahr 1991 injizierte Dr. M.S. Melis von Institut für Biologie an der Universität Sao Paulo in Brasilien Ratten eine einmalige hohe Dosis Steviosid und bemerkte, dass es zu einer Reduktion des Blutdrucks und einer gesteigerten Ausscheidung von Natrium führte (Melis, 1991). Es trat auch ein leicht harntreibender Effekt auf. Der Effekt trat zusätzlich auf, wenn Stevia mit Verapamil (einem Medikament, das verwendet wird, um den Blutdruck bei Menschen mit Bluthochdruck zu senken) kombiniert wurde.

Dr. Melis wiederholte eine ähnliche Studie im Jahr 1995. Diesmal verabreichte er Ratten 20, 40 und 60 Tage lang Stevia-Extrakte. Nach 20 Tagen gab es keine Unterschiede zwischen der mit Stevia behandelten Ratten im Vergleich zur Kontrollgruppe (jenen Ratten, die keine Extrakte bekamen). Nach 40 oder 60 Tagen der Einnahme des Extrakts konnten eine Senkung des Blutdrucks, ein harntreibender Effekt und ein Verlust von Natrium beobachtet werden. Die Blutmenge, die zu den Nieren transportiert wurde, wurde gesteigert.

Als normale menschliche Freiwillige im Alter zwischen 20 und 40 Jahren ein Tee verabreicht wurde, der aus Stevia-Blättern zubereitet wurde, trat eine Senkung des Blutdrucks auf (Boeck, 1981). Diese Studie wurde in Brasilien durchgeführt. Natürlich sind noch weitere Studien an Menschen notwendig, bevor wir Schlüsse betreffend die kompletten Effekte der normalen täglichen Einnahme von Steviosid auf den Blutdruck ziehen können.

Wie kann man die Süße von Stevia mit der von anderen künstlichen Süßstoffen vergleichen?
Kommt es überhaupt an ihre Süßkraft heran? Eine neue Studie, die im Department of Food and Nutrition, FCF-UNESP in Araraquara, Brasilien, durchgeführt wurde, verglich die relative Süße von Stevia, Aspartam, einer Kombination aus Zyklamat/Saccharin und einer 10-prozentigen Rohrzucker-Konzentration. Die Resultate waren interessant. Gleich große Dosen Stevia, Aspartam, der Zyklamat/Saccharin-Kombination und einer 10-prozentigen Rohrzucker-Konzentration hatten praktisch dieselbe Süßkraft!

Cardello HM, Da Silva MA, Damasio MH. Measurement of the relative sweetness of stevia extract, aspartame and cyclamate/saccharin blend as compared to sucrose at different concentrations. Plant Foods Hum Nutr 1999;54(2):119-30.

Stevia: Eine bessere Alternative für Zucker und künstliche Süßstoffe

Die meisten medizinischen Experten stimmen zu, dass eine der besten Möglichkeiten zur Verbesserung der Gesundheit die Reduktion Ihrer Zuckerzufuhr ist. Dadurch können Sie die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes zu erkranken und überwichtig oder fettleibig zu werden, reduzieren - beides Epidemien bei Erwachsenen und Kindern in diesem Land. Ziehen Sie diese Tatsachen in Erwägung:

• Seit dem Jahr 1985 hat sich die Zahl der Kinder, die unter Diabetes leiden, verzehnfacht. Die amerikanische Gesundheitsbehörde sagt voraus, dass, wenn sich dieser Trend fortsetzt, eines von drei Kindern, die Anfang 2000 geboren wurden, in ihrem Leben unter Diabetes leiden werden.

• Rund 2/3 der amerikanischen Erwachsenen sind übergewichtig oder fettleibig; heute sind bis zu 30% der Kinder übergewichtig - im Vergleich zu 4% im Jahr 1982. In den letzten 25 Jahren hat sich die Fettleibigkeit bei Kindern mehr als verdoppelt und betrifft heute mindestens 15% der Kinder im Schulalter!

Der durchschnittliche Amerikaner nimmt pro Jahr über 67 kg Zucker zu sich! Das sind unglaubliche 30 Zuckersäcke mit einem Gewicht von 2,25 kg pro Jahr! In Wirklichkeit wird ein großer Teil dieses Zuckers in Form von stark fruktosehaltigem Maissirup, welcher in Lebensmitteln vorkommt, konsumiert, da dieser viel billiger als Sucrose (der gewöhnliche Haushaltszucker) ist.

Während einige Menschen denken könnten, dass künstliche Süßstoffe die beste Lösung sind, um unsere Liebe zum Zucker zu besiegen, wiedersprechen dem andere. Künstliche Süßstoffe eliminieren die hohe Kalorienzahl und die Kohlenhydrate, die mit dem Zucker in Verbindung stehen, viele glauben allerdings, dass diese Alternativen unsicher und in Wirklich schlechter als Zucker sind. Gibt es also noch eine Alternative?

Falls es eine komplett natürliche, süßende Zutat geben würde, die in anderen Teilen der Welt seit 30 Jahren sicher als Nahrungsmittel und zur Kontrolle von Diabetes angewandt wird, wobei es keine Nebenwirkungen gibt, wären Sie dann daran interessiert? Nun ja, eine solche Substanz existiert - sie wird Stevia genannt.

Die Verwendung von Stevia, einer komplett natürlichen Alternative zu Zucker und künstlichen Süßstoffen, wird auf der ganzen Welt immer beliebter. Stevia Rebaudiana, so ihr botanischer Name, stammt von einer Pflanze aus der Chrysanthemen-Familie, die vor allem in Südamerika und Asien wächst. Die intensiv süßenden Qualitäten der Pflanze sind komplexe Moleküle, die Stevioside genannt werden, welche Glykoside sind, die aus Glukose, Sophorose und Steviol bestehen. Diese machen Stevia bis zu 300-mal süßer als Zucker und enthalten keine Kalorien. Diese Glykoside werden vom Körper nicht aufgenommen, sie werden einfach abtransportiert und hinterlassen keine Kalorien. Die Japaner verwenden seit den 1970er Jahren Stevia in Lebensmitteln, von Softdrinks bis Sojasauce, und aktuelle Berichte deuten an, dass Stevia einen unglaublichen Anteil von 50% am kommerziellen Süßstoffmarkt Japans hält. Außerdem verwenden Länder wie Brasilien Stevia für die Behandlung von Diabetes.

Die Vorteile von Stevia sind zahlreich, daher finden Sie nachfolgend die am häufigsten angeführten. In seiner reinen Form enthält es keine Kalorien und beeinflusst den Glukosespiegel nicht - ein Vorteil für Diabetiker und Menschen, die unter Unterzucker leiden. Es enthält außerdem keine Kohlenhydrate oder Fett und ist daher ideal für Menschen, die auf Diät sind, vor allem für jene, die weniger Kohlenhydrate konsumieren möchten. Im Gegensatz zu künstlichen Süßstoffen hat hochqualitatives Stevia wenig Nachgeschmack, wenn es in richtigen Mengen abgemessen wird. Es hat keine bekannten Nebenwirkungen, wie dies bei einigen chemischen Süßstoffen der Fall ist und wird seit Jahrzehnten sicher auf der ganzen Welt konsumiert. Die ursprünglichen medizinischen Anwendungen von Stevia reichen Jahrhunderte zurück, da die paraguyanischen Ureinwohner das Kraut aufgrund seiner heilenden Eigenschaften in Tees mischten. Da Stevia zuckerfrei ist, kann es auch von Menschen, die unter Hefepilzbefall leiden, eingenommen werden. Gesundheitsbewusste Konsumenten nutzen Stevia, um Zucker zu vermeiden und um Diabetes und Fettleibigkeit zu verhindern.

Die Webseite www.ncbi.nlm.nih.gov, unter der Leitung der National Institutes of Health, der National Library of Medicine und des National Center of Biotechnology Information, bietet Auszüge aus Stevia-Studien an, die zeigen, dass es auch bei der Senkung des Blutdrucks und der Regulierung des Glukosespiegels behilflich sein kann.

Der durchschnittliche Konsument hat wahrscheinlich bis vor kurzem noch nie von Stevia gehört, da es aktuell von der FDA als Nahrungsergänzungsmittel, und nicht als Süßstoff oder Lebensmittelzusatz, zugelassen ist. Zahlreiche Studien auf der ganzen Welt bewerben seine Sicherheit und seine gesundheitliche Vorteile. Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels haben rund zehn Länder, inklusive Japan, Paraguay und Brasilien, Stevia als Süßstoff und/oder Lebensmittelzusatz zugelassen. Die FDA genehmigt seit 1995 ausschließlich die Verwendung von Stevia als Nahrungsergänzungsmittel. Das bedeutet, dass sich Stevia-Unternehmen zurückhalten müssen, wodurch sich seine Verbreitung und sein Marketing-Potential einschränken. Reformhäuser und natürliche Lebensmittelhändler müssen Stevia zum Beispiel in der Abteilung der Nahrungsergänzungsmittel, nicht bei den natürlichen Süßstoffen, platzieren, um keine Bestrafung durch die FDA zu riskieren. Die Geschäfte dürfen außerdem die „süßenden“ Eigenschaften von Stevia nicht bewerben, obwohl das der Grund ist, warum Stevia gekauft wird.

Stevia kann, als gesunder Ersatzstoff, Zucker in fast allen Anwendungsbereichen, inklusive dem Backen und Kochen, ersetzen, da es hitzestabil ist. Die durchschnittliche Umrechnung von Zucker zu Stevia ist eine Tasse Zucker pro Teelöffel reinem Stevia-Extrakt. Wie Sie sehen, ist sehr wenig Stevia notwendig, um Zucker zu ersetzen. Wenn es in Getränken verwendet wird, löst sich Stevia schnell und einfach auf - außerdem wird, abhängig von Ihrem Geschmack, nur eine Prise benötigt. Die echte Herausforderung bei der effektiven Verwendung von Stevia ist es, zu wissen, welche Zutaten in einem Rezept verwendet werden sollten, um das Volumen und die Konsistenz von Zucker zu ersetzen - vor allem bei Gebäck. Daher ist es eine gute Idee, Stevia-Kochbücher zu finden, die erprobte Rezepte enthalten, mit welchen Sie beginnen können. Sie können auch einige kostenlose Rezepte online finden. Stevia ist schließlich nicht geeignet für Rezepte, die das Karamellisieren von Zucker oder das Bräunen, wie bei Schaumgebäck, voraussetzen.

Stevia ist in vielen Formen, wie Flüssigkeiten, Tees, Pflanzen/Blättern, reinem weißen und grünen Pulverextrakt und pulverisierten Mischungen mit verschiedenen Füllern, erhältlich. Beim Backen wird vor allem das reine Extrakt, und in manchen Fällen, die flüssige Variante, verwendet. Stevia kann in Reformhäusern, natürlichen Lebensmittelläden, Lebensmittelkooperativen und im Internet gekauft werden. Aktuell gibt es starke Tendenzen für die Erweiterung der Verbreitung auf Lebensmittelgeschäfte, Vitamingeschäfte und Apotheken.

Aufgrund der Anzahl von Faktoren, die Ihren Stevia-Kauf beeinflussen können, sind die folgenden Richtlinien gute Anhaltspunkte:
• Sie erhalten oft, wofür Sie bezahlen. Kaufen Sie daher nicht nur basierend auf dem Preis - Geschmack und Qualität sind wichtig.
• Ein höherer Prozentsatz an Steviosid bedeutet nicht unbedingt, dass dieses Stevia-Produkt besser ist. Sie können auch Stevia mit exzellentem Geschmack finden, dessen Anteil der Schlüsselpflanze nur 80% beträgt.
• Falls Sie das grüne Pulver aufgrund seiner leicht höheren gesundheitlichen Vorteile kaufen, sollten Sie beachten, dass dieses normalerweise einen stärkeren Nachgeschmack hat als weißes Pulver.
• Das Herkunftsland des Produktes ist nicht ausschlaggebend - der Anbau, die Herstellung und die Erfahrung und Technik bei der Verarbeitung sind wichtig.
• Zu diesem Zeitpunkt ist die Stevia-Produktion nicht standardisiert, daher unterscheiden sich der Geschmack und die Stärke je nach Marke.
• Verwenden Sie eine minimale Menge, es kann überwältigend sein, wenn Sie am Anfang zu viel hinzufügen - fügen Sie, wenn nötig, später mehr hinzu.

Die verbreitete Verwendung von Zucker und künstlichen Süßstoffen erreicht gefährliche Niveaus. Die negativen Nebenwirkungen und kontroversen Studien betreffend ihre Sicherheit zeigen, dass eine andere Alternative erwünscht und notwendig ist. Stevia kann eine willkommene Option für all jene sein, die mehr natürliche Zutaten zu sich nehmen möchten, und weist keine Nebenwirkungen, Kalorien, Kohlenhydrate, Fette, keinen Einfluss auf den Glukosespiegel und keine Zucker oder künstliche Süßstoffe auf. 

Stevia kann auch vorteilhaft bei der Verhinderung und der Behandlung von Diabetes, Fettleibigkeit und anderen gesundheitlichen Problemen sein. Konsultieren Sie Ihren Arzt, bevor Sie Ihrer Ernährung Stevia hinzufügen. Falls er/sie Stevia nicht empfiehlt, fragen Sie höflich nach den Gründen, um festzustellen, ob Sie der Grund zufriedenstellt.

Fragen & Antworten über Stevia


Was ist Stevia?
Stevia Rebaudiana ist ein Kraut aus der Chrysanthemen-Familie, welches wild als kleiner Busch in Teilen Paraguays und Brasiliens wächst. Das Glykosid in seinen Blättern, welches bis zu 10% Steviosid enthält, sorgt für seine unglaubliche Süße und macht es einzigartig unter den fast 300 Arten der Stevia-Pflanze.

Es gibt Hinweise, dass Stevia (oder Cahehe) seit der präkolumbischen Zeit verwendet wurde, um ein einheimisches Getränk, das Mate heißt, zu süßen. Allerdings zeichnete ein Naturforscher namens Antonio Bertoni seine Nutzung durch einheimische Stämme erstmals im Jahr 1887 auf.

Wie viel Stevia wird auf der Welt verwendet?
Genaue Zahlen stehen im Moment nicht zur Verfügung. Als Anhaltspunkt konsumierten japanische Konsumenten allein im Jahr 1987 das Äquivalent von 700 metrischen Tonnen Stevia-Blättern. Diese Zahl inkludiert keine anderen großen, konsumierenden Länder, wie Brasilien und ganz Südamerika, Südkorea, China und den gesamten pazifischen Raum, sowie Europa, Australien und Nordamerika. Ich nehme an, dass die japanische Zahl seit 1987 gestiegen ist.

Was ist die Position der FDA betreffend Stevia?
Die Position der FDA betreffend Stevia ist zwiespältig. Im Jahr 1991 veröffentlichte die FDA eine Importwarnung, wobei sie eine vorläufige Mutagenitätsstudie zitierte, welche den Import und Verkauf von Stevia in diesem Land blockierte. Ironischerweise war das das Jahr, in dem eine nachfolgende Studie Fehler der ersten Studie offenlegte und die Resultate ernsthaft in Frage stellte.

Im September 1995 überprüfte die FDA ihre Importwarnung und erlaubte den Import von Stevia als Nahrungsergänzungsmittel, aber nicht als Süßstoff. Stevia wird immer noch nicht als Lebensmittelzusatz zugelassen und hat keine GRAS (Generally Recognized As Safe) Auszeichnung in den Vereinigten Staaten. Nachfolgend finden Sie einen Auszug der überarbeiteten Warnung:

„Falls Stevia als Nahrungsergänzungsmittel für einen technischen Effekt, wie der Verwendung als Süßstoff oder Geschmacksstoff, verwendet werden soll, und entsprechend etikettiert wurde, wird es als unsicherer Lebensmittelzusatzstoff betrachtet. Wenn allerdings kein Etikett vorhanden ist, auf welchem angegeben ist, das Stevia für einen technischen Effekt verwendet wird oder werden wird, unterliegt die Nutzung von Stevia als Nahrungsmittelzusatz in einem Nahrungsergänzungsmittel nicht den Klauseln für Lebensmittelzusätze des FD & C Act.“

Meiner Meinung nach repräsentiert diese Änderung einen politischen Kompromiss zwischen der Lobby des künstlichen Süßstoffs und des Zuckers und der natürlichen Lebensmittelbranche und ihren Repräsentanten, welcher von der FDA vermittelt wurde.

Wo wird Stevia angebaut?
Vor allem in Paraguay, Brasilien, Japan und China. Es gibt weitere Produzenten im pazifischen Raum. Stevia wird auch im südlichen Ontario und in Mexiko angebaut. Überraschenderweise wurde es auch erfolgreich in Kalifornien und dem Süden Englands kultiviert.

Wie wird Stevia als Lebensmittel verwendet?
Zuerst als abgepackter Ersatz für Zucker und künstliche Süßstoffe. Zweitens wurde es in verschiedenen Lebensmittelprodukten, inklusive den japanischen zuckerfreien Versionen von Wrigley’s Kaugummi, Beatrice Foods Joghurt und sogar Cola Light verwendet. Es wurde auch in japanischen Sauerkonserven, getrockneten Meeresfrüchten, Fischfleischprodukten, Gemüse und Meeresfrüchten, die in Sojasauce eingekocht wurden, Süßwaren und einer Vielzahl von anderen Produkten verwendet. Ob Stevia im US-amerikanischen Markt für solche Lebensmittelanwendungen verwendet werden kann, hängt vor allem von der regulativen Position der FDA und den Anstrengungen der Gesundheitsbranche, Stevia als GRAS (Generally Recognized As Safe)-Produkt zu klassifizieren, ab.

Ist Stevia sicher?
Im Allgemeinen ist Stevia ein komplett natürliches, pflanzliches Produkt, welches seit Jahrhunderten von den Ureinwohnern Paraguays sicher angewandt wird. Es wurde in dutzenden Tests auf der ganzen Welt gründlich getestet und stellte sich als komplett ungiftig heraus. Es wurde sicher in riesigen Mengen (tausende von Tonnen pro Jahr) über die letzten zwanzig Jahre konsumiert. Obwohl eine Gruppe von Studien, die zwischen 1985 und 1987 durchgeführt wurde, feststellte, dass eines der Stoffwechselprodukte der Stevioside, welches Steviol genannt wird, erbgutverändernd auf einen bestimmten Stamm von Salmonellen-Bakterien wirkt, gibt es ernste Zweifel, ob diese Studie auf die menschliche Verstoffwechslung von Stevia angewandt werden kann. Tatsächlich war die Methodik, die verwendet wurde, um in diesem Test die Mutagenität zu messen, laut einem nachfolgenden Forschungsergebnis fehlerhaft, welches auch die Gültigkeit der Resultate ernsthaft anzweifelte. Ich selbst beabsichtige, das Produkt mit Vertrauen in die Natur und Respekt für die gesunde Mäßigung und Balance, die uns die Natur lehrt, anzuwenden.

Kann Stevia Zucker in der Ernährung ersetzen?
Ja. Raffinierter Zucker enthält praktisch keine Nährstoffe und stellt, im besten Fall, leere Kalorien in der Ernährung dar. Im schlimmsten Fall ist er an zahlreichen degenerativen Krankheiten beteiligt. Stevia ist viel süßer als Zucker und weist keine der ungesunden Nebenwirkungen von Zucker auf.

Wie süß ist Stevia?
Die rohen Stevia-Blätter und das Kräuterpulver (grün) sind 10-15-mal süßer als Haushaltszucker. Die raffinierten Stevia-Extrakte, die Stevioside genannt werden (ein weißes Pulver, 85-95% Stevioside) sollen 200-300-mal süßer sein als Haushaltszucker. Meine Erfahrung ist, dass das Kräuterpulver sehr süß ist, während das raffinierte Extrakt unglaublich süß ist und verdünnt werden muss, um richtig angewandt werden zu können. Beide Produkte haben einen leicht bitteren Nachgeschmack, der auch charakteristisch für Lakritze ist.

Kann Stevia künstliche Süßstoffe in der Ernährung ersetzen?
Ja! Stevia bietet eine sichere, natürliche Alternative zu diesen „giftigen Zeitbomben“. Die industrielle Nutzung in Japan beweist, dass dieser Ersatz sowohl praktisch als auch wirtschaftlich ist.

Wie viele Kalorien enthält Stevia?
Praktisch keine. Und die raffinierten Stevia-Extrakte werden als nicht kalorienhaltig betrachtet.

Lässt Stevia meinen Blutzuckerspiegel ansteigen?
Überhaupt nicht. Es kann sogar, laut einiger Forschungsergebnisse, den Blutzuckerspiegel senken. Diese Forschung muss allerdings erst bestätigt werden, aufgrund von widersprüchlichen Resultaten wären Schlussfolgerungen verfrüht.

Kann ich Stevia einnehmen, wenn ich Diabetiker bin?
Diabetes ist eine Krankheit, die von einem qualifizierten Arzt überwacht und behandelt werden sollte. Allerdings kann Stevia Teil einer gesunden Ernährung jedes Menschen mit Blutzuckerproblemen sein, da es den Blutzuckerspiegel nicht ansteigen lässt. Falls Sie Zweifel haben, fragen Sie Ihren Arzt. Falls dieser ablehnt, fragen Sie ihn höflich nach aktuellen Studien, die seine Meinung bestätigen.

Kann ich Stevia mit anderen Süßstoffen kombinieren?
Natürlich. Süßstoffe sollten im Allgemeinen in Maßen im Rahmen einer ausgeglichenen, gesunden Ernährung verwendet werden. Raffinierte und künstliche Süßstoffe sollten ganz vermieden werden.

Schadet Stevia meinen Zähnen?
Anscheinend nicht. Zwei Tests der Dental Science Research Group der Purdue Universität haben festgestellt, dass Steviosid sowohl mit Fluorid kompatibel ist, als auch die Entstehung von Zahnbelag „signifikant“ hemmt. Stevia kann also sogar dabei helfen, Karies zu verhindern.

Kann Stevia zum Kochen und Backen verwendet werden?
Absolut! Industrielle Forschung in Japan hat gezeigt, dass Stevia und Steviosid-Extrakt in einer Vielzahl von alltäglichen Koch- und Backsituationen extrem hitzestabil sind.

Enthält Stevia Vitamine und Mineralien?
Rohe, pflanzliche Stevia enthält fast einhundert identifizierte Phytonährstoffe und flüchtige Öle, inklusive Spuren von Rutin (vom Kallus) und B-Sitosterol (von den Blättern). In den Mengen, in denen es normalerweise konsumiert wird, ist der Nährwert vernachlässigbar. Die Stevia-Extrakte enthalten, da sie raffinierter sind, viel weniger dieser Phytonährstoffe und flüchtigen Öle.

Wie werden Stevia-Extrakte hergestellt?
Extrakte aus Stevia-Blättern können auf eine Vielzahl von Arten hergestellt werden, von denen einige patentiert sind. Ein Forscher gibt an: „Die Produktion von Steviosid inkludiert die Extraktion von Wasser aus den getrockneten Blättern, gefolgt von einem Klär- und Kristallisationsprozess. Die meisten kommerziellen Prozesse bestehen aus der Wasserextraktion, der Entfärbung und der Reinigung durch Ionenaustauscherharz, elektrolytische Techniken oder Fällungsmittel."

Kann ich mein eigenes Stevia-Extrakt herstellen?
Ja. Ein flüssiges Extrakt kann aus den ganzen Stevia-Blättern oder aus dem grünen, pflanzlichen Stevia-Pulver hergestellt werden. Mischen Sie einfach eine abgemessene Portion Stevia-Blätter oder pflanzliches Pulver mit reinem USP Alkohol (Brand oder Scotch funktionieren ebenfalls) und lassen Sie die Mischung 24 Stunden lang ruhen. Filtern Sie die Blätter und Pulverrückstände aus der Flüssigkeit und verdünnen Sie diese nach Geschmack mit reinem Wasser. Beachten Sie, dass der Alkoholgehalt reduziert werden kann, indem Sie das Extrakt sehr langsam erhitzen (nicht kochen) und den Alkohol verdunsten lassen. Ein reines Wasserextrakt kann auf ähnliche Weise hergestellt werden, dabei werden jedoch nicht ganz so viele süße Glykoside extrahiert wie durch Alkohol. Jedes flüssige Extrakt kann zu einem Sirup eingekocht oder konzentriert werden.

Wie hoch ist der Ersatzfaktor von pflanzlichem Stevia-Pulver und Extrakt im Vergleich zu normalem Haushaltszucker?
Da Stevia 10 bis 15-mal süßer als Zucker ist, handelt es sich bei diesem Wert auch um einen angemessenen, allerdings ungefähren, Ersatzfaktor. Da das rohe Kraut verschieden stark sein kann, ist ein gewisses Ausprobieren notwendig. Extrakte, die viel Steviosid enthalten, sind 200-300-mal süßer als Zucker und sollten sparsam verwendet werden. Leider können die Etikettiervorschriften der FDA verhindern, dass Hersteller einen spezifischen Ersatzfaktor angeben.

Was kann ich mit Stevia nicht tun?
Stevia last sich nicht karamellisieren, wie das bei Zucker der Fall ist. Es kann daher schwierig sein, Schaumgebäck herzustellen, da Stevia nicht bräunt und nicht wie Zucker kristallisiert.

Verändert Stevia die Farbe meines Essens?
Das grüne, pflanzliche Pulver kann eine leichte Verfärbung Ihres Essens verursachen, was davon abhängt, wie viel Stevia Sie in Ihrem Rezept verwenden. Falls Sie sich Sorgen über die Farbe machen, rate ich Ihnen, das weiße Pulverextrakt oder ähnliche „farblose“ flüssige Stevia-Extrakte zu verwenden.

Wo kann ich pflanzliches Stevia-Pulver und Extrakt kaufen?
In Ihrem lokalen natürlichen Lebensmittelladen. Da Stevia von Konsumenten immer stärker akzeptiert wird, könnte es auch bald in Supermärkten und Lebensmittelläden angeboten werden - allerdings wahrscheinlich nur in raffinierter Form.

Wie sieht die Zukunft von Stevia aus?
Sehr positiv, solange der Genbestand der einheimischen Paraguay Stevia Rebaudiana Art in wilder Form erhalten bleibt. Übermäßige Ernte und ausländische Verpflanzung haben diesen Bestand reduziert, welcher die größtmögliche Genvielfalt enthält, was ausschlaggebend für die Stärke und Fortdauer der Art ist.